Roccagloriosa
Das Dorf entwickelt
sich auf zwei Höhen. Das neue Gebiet liegt 200 Meter ü.d.M. und 1,5 km. von Casa
Maiorana entfernt. Es ist das Geschäftsviertel mit 2 Supermärkten, der Apotheke,
der Zeitungs- und Papierhandlung, dem Tabakwarengeschäft, der Parfümerie, der
Fleischerei, der Bank und dem Geldautomaten (Montag, Mittwoch und Freitag in
Betrieb). Nicht weit davon befinden sich das Rathaus, die Nebenstelle der
Polizeiwache und der ärztliche Bereitschaftsdienst. Vom Rathaus an klettert
die Straße empor und nach einer Reihe von Plätzen und Kehren erreicht sie den
Fuß der Burg (450 M. ü.d.M.). Hier finden wir die Ruine des Schlosses, die
archäologischen Ausgrabungsgebiete und die Aussichtpunkte.
Und wirklich
geht die Aussicht, die wir von der Spitze aus genießen im vollen Winkel über das
Meer und den Golf von Policastro im Süden, den Berg Bulgheria im Westen, das Tal
von Mingardo im Norden und die Hügel des Hinterlandes des "cilento" im Osten. Die Stadt hat ihre Ursprünge im Altertum. Die Ruines eines Hauses und eines
Grabes gehen auf das V. Jahrhundert v. Chr. zurück. Im IV. Jahrhundert erfährt
die Ortschaft eine beträchtliche Erweiterung.
In der Gegend "Vauzi"
finden wir die Überreste von Wohnungen die um einen Innenhofangelegt sind
(typisch für die Bauweise Grossgriechenlands) und außerdem auch die Ruine einer
Votivkapelle.
Im III. Jahrhundert v.Chr. ergreift die Stadt Partei für
Hannibal gegen Rom, und die Gründung einer römischen Siedlung in Paestum
bestimmt später den Verfall von Rocca.
Sie bleibt jedoch als ländliches
Zentrum bestehen. Die Stadt wird oft im Laufe der Zeit infolge der verschiedenen
Invasionen zerstört (550 n.Chr. von den Byzantinern, 1100 von den Normannen,
1330 von den Aragoniern und Anjou, 1500 von den Mauren und 1800 von den
Bourbonen).
Rocca war eine der ältesten und wichtigsten
mittelalterlichen Siedlungen des Süd cilento. Das Dorf wurde zunächst um das
Schloss (500 n.C.) und die angeschlossene kleine Kapelle gebaut, die derselben
Jungfrau gewidmet ist, daher der Name Roccagloriosa.
Nach 500 n.C.
setzen sich einige bulgarische Soldaten in dem Gebiet fest, die mit den
einheimischen Einwohnern die Zentren von Acquavena und Celle di Bulgheria ins
Leben rufen.
Später, aber vor dem IX. Jahrhundert, wird ein Kloster von
Zisterzienserfrauen in der Gegend gegründet. Das Lehen gehörte dann der Familie
Sanseverino.
Die alte Burg zeigt gewundene Strassen und Treppen, die in
Stein gegrabenen Keller der Häuser, die Stütz- und Einfriedungsmauer der
muselmanischen Gärten und kleine öffentliche Plätze, die sich zur Landschaft
öffnen.
Die besondere Lage des Schlosses, der Kirche, der Paläste
betonen die dichte Bebauung.
Die allgemeinen Merkmale deuten, mit den
detaillierten Bauelementen (Brunnen, Pforten/Torbögen, Treppen, Galerien, Simsen
) die Eigentümlichkeit und den Reichtum der alten Burg an.
Zu sehen:
- das archäologische
Ausgrabungsgebiet
- die Ruinen des Schlosses
- das Kloster von S. Mercurio
- die Kirche der Griechischen Marie
- der Balbi Palast
der Brunnen der
drei Röhrchen | |
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